Montag, 19. Februar 2018

Libellenschwestern - Lisa Wingate

Unglaublich berührender und dramatischer Roman über die tiefe Verbundenheit zwischen Geschwistern. Besonders der wahre Hintergrund ist dabei so erschreckend.

 

Lisa Wingates Roman "Libellenschwestern" erscheint als deutschsprachige Ausgabe 2018 im Limes Verlag

Memphis, Tennessee:
1939 lebt die 7-köpfige Familie Foss auf dem Mississippi als Flußzigeuner auf einem Hausboot. Queenie, die Mutter von vier Mädchen Rill, Camellia, Lark, Fern und einem Sohn, Gabion, liegt in den Wehen, die Geburt ist kompliziert, denn sie erwartet Zwillinge. Ohne ärztliche Hilfe wird sie die Geburt nicht schaffen, also bringt sie ihr Mann Briny in ein Krankenhaus. Die fünf Kinder bleiben im Boot allein zurück und werden von Mitarbeitern in ein Waisenhaus der Tennessee Childrens´s Home Society in Memphis gebracht. Den Kindern wird erzählt, dass die Eltern sie bald wieder abholen werden und sie fügen sich in ihr Schicksal. Rill hat mit ihren 12 Jahren das Versprechen abgegeben, auf ihre Geschwister aufzupassen. Doch sie hat mit Schwierigkeiten zu kämpfen, die sie nicht erahnen kann. 



Dieser Schicksalsroman basiert auf wahren Gegebenheiten und zeigt das Ausmaß an tragischen Ereignissen verschiedener Personen, in diesem Fall am Beispiel einer fiktiven Familie und ihren 5 Kindern, die ein einfaches Leben auf einem Hausboot auf dem Mississippi führen.

Die Tennessee Childrens´s Home Society unter der Führung von Georgia Tann war ein grausames Kapitel in der Waisenhaus- und Adoptionsgeschichte von Memphis in den 20er bis 50er Jahren. Unter dem Deckmantel der Fürsorge für arme, unerwünschte und vernachlässigte Kinder, wurden Babies und Kleinkinder durch Späher ausgesucht, ihren Eltern abgeluchst oder sogar verschleppt, um dann gegen Geldzahlungen an adoptionswillige Eltern verkauft zu werden. Die Heime wurden nicht kindgerecht geführt und niemand ging den wahren Machenschaften der geldgierigen Kriminellen nach, der Skandal wurde selbst von höheren Regierungskreisen unterstützt. Offiziell wurden armen Kindern ein neues Heim und bessere Lebensbedingungen geboten. Aber eigentlich war das nur Kinderhandel in übelster Art und Weise und es betraf Tausende von Kindern, die nie wieder in ihre Familien zurück kehrten. 

In ihrem Roman arbeitet Lisa Wingate die schrecklichen Schicksale dieser den Familien entrissenen Kinder auf.

Dazu stellt sie in einem Handlungsstrang das Leben auf dem Hausboot und die Entführung und den weiteren Verlauf der Kinder der Familie Foss dar. Es sind schöne, bildhafte Darstellungen von der Natur, vom Leben auf dem Fluss, von Armut und Familienleben und dem engen Zusammenhalt der Geschwister, aber auch sehr betroffen machende Schilderungen durch die Verschleppung ins Waisenhaus und den schlimmen Machenschaften vor Ort.


Circa 70 Jahre später macht Avery Stafford, eine junge Juristin, in einem Altenheim eine ungewöhnliche Entdeckung. Ihr Libellenarmband, ein Familienerbstück, wird von der über 90jährigen Bewohnerin May als ihres erkannt. Diese Erkenntnis bringt Avery dazu, sich auf die Suche nach dem dahinter liegenden Familiengeheimnis zu machen, denn ihre Großmutter ist an Demenz erkrankt und von ihr sind keine Informationen zu erfahren. Avery kommt zu erschütternden Erkenntnissen, die auch ihr eigenes Leben verändern werden.

Mich hat diese Geschichte sehr berührt und ich habe insbesondere mit Rill und den anderen Kindern mitleiden müssen. Es ist schwer zu glauben, wie herzlos und ohne jegliche Schuldgefühle Giorgia Tann und ihre Mitarbeiter mit den Kindern umgingen und sie wie eine Handelsware auf dem "Markt" zu Geld machten. Der Autorin lag sehr an einer Publikmachung dieses Skandals und das ist ihr mit ihrer Aufarbeitung in Romanform ausgesprochen gut gelungen. 

Wie hier die kindliche Protagonistin Rill/May ihre inneren Kämpfe ausfechtet, um ihre Geschwister zu schützen, ist überaus beeindruckend und überzeugend dargestellt. Sie allein vermag es nicht, sich gegen die Mitarbeiter zu wehren, auch wenn sie es noch so gern möchte. Die ständige Angst um die Geschwister und die Strafen im Heim hat man als Leser dauernd vor Augen und man möchte sie am liebsten beschützen.
Dieses Bild von Kinderheimen setzt sich dauerhaft fort, es wird nicht nur im amerikanischen Heimen solche Machenschaften gegeben haben, das ist nach dieser Lektüre das schlimme Resümee. Man kann nur hoffen, dass heutige Jugendämter mehr Kontrolle ausüben.

Die Nachforschung Averys sorgt für den neueren zeitlichen Bezug, man möchte mit ihr hinter das Geheimnis ihrer Großmutter kommen. Es gibt noch eine eher nebensächlich verlaufene Liebesgeschichte, die sich nicht so sehr in den Vordergrund drängt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr detaillreich, bildhaft und lebendig gestaltet, man findet sich in Rills kindlicher Sichtweise wieder und erkennt ihre Liebe zu den Geschwistern sehr genau. Ebenso deutlich wird auch der Zwiespalt von Avery in ihrer Verantwortung für den guten Ruf ihrer Familie. Doch im Ganzen folgt man viel gespannter Rill und ihren Erlebnissen.  

Das Ende klärt einige Ungereimheiten auf, es führt Menschen zusammen und kann doch die Lücken der Familien nicht endgültig schliessen. 


Ein Schicksalsroman, der den Leser teilhaben lässt an kindlichen Schicksalen und der besonders die tiefe Verbundenheit zwischen Geschwistern sehr gut zeigt. Von mir eine volle Leseempfehlung, denn so etwas darf sich nicht wiederholen. 


***Herzlichen Dank für dieses Leseexemplar aus dem Limes Verlag, ich habe es von Buecher.de als Buchflüsterin erhalten!***




Sonntag, 18. Februar 2018

Finde mich - bevor sie es tun - J. S. Monroe


Verwirrende Verknüpfung von psychischer Gewalt, Gefangenschaft und Agententhriller


J.S. Monroe ist das Pseudonym von Jon Stock, der Thriller "Finde mich - bevor sie es tun" ist sein erstes Buch, das im Blanvalet Verlag erscheint.  

Cromer Pier, Großbritannien: Rosa Sandhoe ist eine junge Frau und nimmt sich mit einem Sprung ins tosende Wasser das Leben, kurz zuvor hat sie ihren Vater verloren. Doch hat sie wirklich die Trauer in den tragischen Tod getrieben? Selbst als bereits fünf Jahre vergangen sind, kann Rosas Freund Jar immer noch nicht an einen Selbstmord glauben und hofft immer noch auf ein Lebenszeichen von Rosa. Schliesslich bekommt er eine Nachricht von Rosa: Finde mich, Jar. Finde mich, bevor sie es tun …


Ist Rosa wirklich noch am Leben oder ist das nur der Wunschgedanke ihres Freundes Jar? Sieht er Gespenster oder nur Bilder seiner eigenen Fantasie? Man kann es als Leser nicht genau einschätzen und so wirkt das Ganze dann auch sehr spannend und geheimnisvoll. Darin liegt aber auch gleichzeitig meine Kritik.

Diesem Thriller muss man sehr aufmerksam folgen. Es gibt zwei zeitliche verschiedene Handlungsstränge aus der Sicht von Jar, die immer wieder eine neue Sicht auf die Vorkommnisse bringen, doch die Gesamtheit ist lange Zeit nicht klar. Später werden Briefe von Rosa eingebunden und zusätzlich noch grausame Szenen von Tierversuchen gezeigt. Auch die Einbindung von Geheimdienst und die aussichtslos erscheinende schlimme Situation einer Gefangenen sorgen für zusätzlichen Thrill und halten die Spannungskurve recht hoch.
Mich hat das allerdings alles sehr verwirrt und ich weiß gern, worum es in der Handlung genau geht. Mit den einzelnen Schilderungen wird von Monroe eine unheimliche und ungeklärte Stimmung verbreitet, die irgendwann nicht mehr mein volles Interesse hatte. Es erscheint alles zu diffus und die Einblicke in Verhaltensforschung, die Anwendung von Psychopharmaka und die widerwärtigen Versuchszwecke konnten mich nicht packen. Mit Guantanamo und Waterboarding kommen noch weitere grausame Eindrücke hinzu.

Was dabei deutlich wird, hier ist ein Psychopath am Werk, dessen Beweggründe man nicht verstehen kann. Auch die Charaktere haben mich nicht überzeugt, weil ich mich ihnen nicht nahe fühlen konnte. Lediglich die kursiv gezeigten Szenen der Gefangenschaft Rosas haben mich geschockt und mitgenommen.

Wobei ich sagen muss, dass der Autor den Leser wirklich hinters Licht führt und auch das Ende hat mich überrascht und bei mir zu einem erlösenden Aufatmen gesorgt.

Die Vermischung von Beziehungsgeschichte, Psychostory und Agententhriller sind eine interessante Idee, mir hat das nicht so gefallen. Es wird einfach versucht, viele Bereiche abzudecken und ich fühlte mich dadurch und durch die Psychospielchen überfordert und der Täter war mir auch am Ende ein Rätsel.

Es ist schon ein Thriller mit einem faszinierenden Psychothrill, dennoch konnte mich das Buch einfach nicht packen.


***Herzlichen Dank an den Blanvalet Verlag und das Bloggerportal, die mir dieses Reziexemplar zugeschickt haben!***




Freitag, 16. Februar 2018

Nirgendwo in Afrika - Stefanie Zweig

Liebeserklärung an Afrika vor dem Hintergrund des 2. Weltkrieges

Kultureller Brückenschlag toll erzählt

Stefanie Zweig emigrierte mit ihren Eltern 1938 nach Kenia und schrieb darüber 1995 ihren Roman "Nirgendwo in Afrika". Das Buch erscheint im Heyne Verlag. Die Verfilmung durch Caroline Link bekam den Oscar im Jahr 2003 als bester ausländischer Film.

Regina erlebt das Abenteuer der Emigration nach Kenia an der Seite ihrer Eltern, die 1938 Oberschlesien verlassen müssen. Als Juden werden sie Opfer der Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Rasch erliegt Regina dem Zauber Afrikas und findet eine neue Heimat. 
 


Dieses Buch hat mich schon vor Jahren sehr fasziniert, denn das Leben der Familie Redlich im fernen Afrika wird darin eindringlich beschrieben. Den Eltern gelingt das Eingewöhnen sehr schwer, zu sehr hängen sie an ihrer Vergangenheit in ihrer alten Heimat und die Sorge um ihre jüdischen Freunde und Verwandte ist groß. Es wird schnell klar, wie schwer es dadurch in einer neuen Welt fällt, dort etwas neu aufzubauen und Wurzeln zu schlagen. Die dabei entstehenden Konflikte mit Traditionen, Erziehung und emotionalem Heimweh machen einen Neuanfang problematisch. Die ältere Generation flüchtet vor einer ungewissen Zukunft in eine Scheinwelt. Nur die Kinder können sich mit der neuen Situation unbelastet von Erinnerungen arrangieren und die neue Heimat annehmen.

Dabei findet Regina einen neuen Freund und innigen Vertrauten, den Hausboy Owour, der ihr Afrika, seine Menschen und die Natur näher bringt.
Das unterstreicht Stefanie Zweig mit ihren bildhaften, recht poetischen
Vergleichen. 
"Stimmen, so hoch wie der Ruf eines Vogels, der die ersten Regentropfen auf den Flügeln fühlt!" 
Solche Sätze zeigen die Naturverbundenheit der Schwarzen, zu der Regina dank Owour Zugang findet.
 


Gern hätte ich noch mehr über das Leben der Kenianer selbst gelesen, es wird jedoch mehr die eigene Vertriebenengeschichte aufgearbeitet.

Viele Hintergründe der Jahre 1938-1959 ergeben ein klares Bild sowohl aus jüdischer Sicht als auch aus Sicht der Menschen in der Nachkriegszeit. Wie die Familie Redlich ihren Weg geht, ist eine Möglichkeit und wie Regina diese Zeit erlebt, macht Hoffnung auf Neuanfänge und eine positive Vergangenheitsbewältigung.


Ein eindringliches Buch, das Brücken schlägt zwischen Völkern und Kulturen. Es zeigt wie gerade Kinder für neue Wege offen sind. Stefanie Zweig ist mit diesem Buch ein persönliches Ansinnen gelungen, diese Brücken aufzuzeigen. 
 
 

Freitags-Füller # 77



  
    

 

Immer wieder kommt ein neuer Freitag ... und damit der Freitagsfüller! 

 

Dies ist ein Projekt von Barbara von  Scrap-Impulse

Ein kleiner Lückentext zum Ausfüllen.

 

1. Die Kombination von Lesen und Bloggen benötigt eine Menge Zeit, man muss aufpassen, dass sich beide Themen nicht behindern. Denn es soll ja ein Hobby bleiben.

 

2. Die derzeitigen Wetterbedingungen mit Sonne, blauem Himmel und klarer kalter Luft sind herrlich, graues Einerlei ist überflüssig.

 

3. Pizza mit Oregano und Käse also Margherita esse ich am liebsten und die erinnert mich so herrlich an unseren Urlaub auf Ischia. 


4. Das graue Einerlei mit Regen steckt mir in den Knochen und ich finde es auch total ungemütlich.

 

5. Ich sag besser nicht, und da wäre ich mal wieder beim Thema Politik, was ich von den Regierenden denke.

 

6. Bisher habe ich die Olympischen Winterspiele noch gar nicht verfolgt, ich habe es gar nicht so auf dem Schirm.

 

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine schöne Chorprobe (endlich mal wieder) morgen habe ich einen Kabarett-Besuch geplant und Sonntag möchte ich bei meiner Tochter Waffeln mit heißen Kirschen essen.



Und welche Pläne habt ihr für das Wochenende gemacht? Seid ihr noch im Schnee aktiv oder lieber Couchpotatoe mit Buch? :-)

Liebe Grüße (von der Couch)!

 

Donnerstag, 15. Februar 2018

Top Ten Thursday # 46




                       


Donnerstag ist TTT Top Ten Thursday bei Weltenwanderer.  Worum geht es beim TTT? Es geht um Listen, eigentlich um Bücherlisten und jeden Donnerstag gibt es eine neue Aufgabe/Frage bei der man seine persönliche Top Ten zusammenstellen kann.


 
Das aktuelle Thema lautet heute:

"Valentinstag - Deine 10 liebsten Liebesgeschichten" 

Ich bin in letzter Zeit eine echte Romanleserin geworden, dazu gehören auch eine Menge Liebesromane. Hier die 10 besten Titel rauszupicken ist ganz schön schwer. Nach einigem Suchen und Schieben habe ich mich für diese entschieden:

 

- Sommer in St. Ives von Anne Sanders Rezi 

 

- Heute fängt der Himmel an von Kristin Harmel Rezi


- Mirabellensommer von Marie Matisek  Rezi

- Unsere Seelen bei Nacht von Kent Haruf  Rezi

- Frühlingsglück und Mandelküsse von Emilia Schilling Rezi 

- Die Blütensammlerin von Petra Durst-Benning  Rezi

- Wenn das Leben Loopings dreht von Theresia Graw Rezi

 

Milchkaffee – Das Glück der Liebe: Roman  Susanna Ernst Rezi
Bildergebnis für Milchkaffee – Das Glück der Liebe: Roman


Nach ihm die Sintflut von Jule Maiwald Rezi



- Ziemlich unverbesserlich  Frauke Scheunemann Rezi




Welche Romane habt ihr als Valentinsbücher ausgewählt? 

Montag, 12. Februar 2018

Montagsfrage # 69










https://2.bp.blogspot.com/-dDYRdWdv5qA/WYTqlIIB8sI/AAAAAAAAB1g/q96hqN_HI2s8VU4-wNy1v-mJGHjmdqqSwCPcBGAYYCw/s1600/mofra_banner2017.png



Jeden Montag veröffentlicht Buchfresserchen eine Frage auf ihrem Blog, die man dann innerhalb von 7 Tagen beantworten kann. 

 

Wenn du Romantik in Büchern magst, was sind für dich absolute No-Gos bei einer Liebesgeschichte?


Ich mag Liebesgeschichten, die nicht vorhersehbar sind und mit zuviel Kitsch und Gefühlsgedusel daherkommen. Auch kann ich es nicht lange ertragen, wenn die Protagonisten ununterbrochen Süßholz raspeln. Etwas Romantik darf jedoch schon sein. 

Die Liebe muss nicht gleich offensichtlich sein, sie muss sich allmählich entwickeln und nicht wie aus dem Hut gezaubert erscheinen. Auch muss das Buch eine gewisse Tiefe und einen gewissen Anspruch mit sich bringen, der nicht zu oberflächlich und seicht wirkt. Wenn zum Beispiel die Protagonistin immer weiche Knie bekommt und ständig beim Auftauchen ihres Schwarms etwas fallen lässt oder nur noch stottern kann, mag das ja ganz witzig sein, aber wenn sich das dann dauernd wiederholt, bin ich raus aus der Geschichte. 

Es geht ebenfalls für mich gar nicht, wenn die weiblichen Figuren auf ihren starken Helden warten, der sie dann passend in sein Leben einbaut. Hier müssen schon starke emanzipierte Frauenfiguren vorhanden sein, die auch noch selbst funktionieren. 

Ansonsten mag ich lebhafte Stories mit Humor und überraschenden Wendungen, mit Figuren, die nicht immer nur stöhnen und sich lieben, sondern auch noch eine gedankliche Verbindung miteinander eingehen.  
Das ist auch ein Grund weshalb ich erotische Bücher kaum lese, sie sind mir einfach zu hohl und nicht mit literarischem Tiefgang versehen. 



Wie seht ihr das? Mögt ihr kitschige Liebesschnulzen? 

  


Sonntag, 11. Februar 2018

Neuzugänge # 72

Gerade bin ich von einem netten Kaffee-Besuch zurückgekehrt und möchte euch noch die letzten Buchzugänge kurz vorstellen. 
Es sind wieder ein paar schöne Titel ins Regal gezogen, die ich euch gerne mit Kurzinfo zeigen möchte. 


  
"Liebe M. Du bringst mein Herz zum Überlaufen" von Anna Paulsen aus dem Penguin Verlag ist ein Roman über Briefe und eine junge Frau, die ihren Platz im Leben finden muss. Dabei fungiert sie als Glückbotin in Sachen Liebesbriefe und legt dadurch nach und nach ihre zurückgezogene Lebensweise ab. Sie wird offen für das Leben und findet auch ihre große Liebe. Das Buch habe ich beim Bloggerportal angefragt, weil mich das Cover sofort verzaubert hat und ich konnte es kaum wieder aus der Hand legen. Deshalb ist es auch schon gelesen und rezensiert. Hier gibt es die Rezi.


Von buecher.de bekam ich überraschenderweise ein Leseexemplar: 
Der Roman "Libellenschwestern" von Lisa Wingate erscheint im Limes Verlag. Das Buch ist begründet auf wahren Gegebenheiten in Amerika in der ungefähren Zeitspanne von 1920 bis 1950. Damals wurden Kinder aus Krankenhäusern, Vorgärten oder einfach von der Straße weg entführt, um sie dann gegen Geld für Adoptionen zu verkaufen. Die Kinder wurden von einer Frau namens Georgia Tann als Weihnachtsgeschenke angeboten. Eine entsetzliche Vorstellung, die sich schätzungsweise bei 5000 Kinder-Schicksalen abgespielt hat. Jahrzehntelang suchten die Eltern nach ihren verschwundenen Kinder. Erst 1996 gelang es den biologischen Eltern, rechtlich abgesichert die Adoptionsunterlagen einzusehen.
Lisa Winsgate versucht durch ihren Roman, diesen Kindern eine Stimme zu geben und ihre Geschichte zu erzählen.


Aus dem Suhrkamp Verlag erreichte mich von Jürgen Teipel "Unsere unbekannte Familie". Darin erzählt der Autor verschiedene wahre Begegnungen zwischen Mensch und Tier. Es geht um verschiedene Tiere, man reist in viele Gegenden und erfährt von unterschiedlichen Erlebnissen. Man bekommt einen Eindruck davon, was Tiere denken, fühlen und wie Tiere ihre Intelligenz oder ihren Instinkt in verschiedenen Situationen anwenden. Man erlebt das Seelenleben der Tiere aus nächster Nähe. Manche Tiere haben so etwas wie Mitgefühl und Freundschaft auch untereinander und die Grenze zwischen Mensch und Tier scheint teilweise aufgehoben zu sein. 


Liebe Grüße und noch einen schönen Restsonntag,
Barbara!